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Ausstellung Bauerntrachten

Der Landfrauenverein Asselfingen sammelt seit vielen Jahren bäuerliche Trachten. Viele unterschiedliche Trachten, Blusen, Kirch- und Trauerhauben und unzählige Schürzen mit Schürzenspitzen, Leibchen und Unterröcke zeigen ein ganz besonderes Stück des schwäbischen Kulturguts.

Neben dem unterschiedlichen Alter der Trachten sind vor allem die vielfältigen Ausführungen sehenswert.

Es gab für jeden Anlass ein „Häs“:
Mit 18 Jahren bekamen die Mädchen ein „Musikhäs“, dies durfte nur von ledigen und Kinderlosen getragen werden.  Der Rock war getafelt (kariert), dazu trug man eine weiße Schürze. Das reich mit Spitzeneinsätzen besetzte Hemd hieß „Musikhemd“.

Für die Hochzeit wurde eine eigene schwarz glänzende Tracht das „Brauthäs“ angefertigt.

Eine weitere ganz schwarze Tracht war die Trauerkleidung, das sog.„Klagneshäs“

Am Ende der Trauerzeit wurde ein braun-schwarz kleinkarierter Rock angezogen. Diese Tracht wurde als „Häs zom ausklagha“ (austrauern) getragen.

Durch die unterschiedlichsten Trachten kam auch die soziale und gesellschaftliche Stellung der Bäuerinnen und Bauern zum Ausdruck.

Während die reicheren Bauernfrauen entsprechende hochwertige und verzierte Trachten trugen, repräsentierten die schlichten Trachten die ärmlichen Verhältnisse einer Familie oder eines Standes. So war z. B. der Samtbesatz, der „Sahmet“ oberhalb des Rocksaums bei Reichen wesentlich breiter als bei den Armen.